Beleihungsauslauf erklärt — und warum er deine Zinsen bestimmt

Beleihungsauslauf erklärt — und warum er deine Zinsen bestimmt

Der Beleihungsauslauf ist eine der wichtigsten Kennzahlen bei der Baufinanzierung — er bestimmt deine Zinskondition stärker als fast jeder andere Faktor.

Was Beleihungsauslauf bedeutet

Beleihungsauslauf = Darlehen ÷ Beleihungswert × 100 %. Der Beleihungswert ist nicht der Kaufpreis — Banken setzen oft 90-100 % vom Kaufpreis an, in Premium-Lagen auch 100-110 %.

Wie der Beleihungsauslauf deine Zinsen treibt

  • Bis 60 %: Premium-Konditionen — typisch 0,2-0,4 % unter Standardzins
  • 60-80 %: Standard — die meisten Konditions-Tabellen
  • 80-90 %: leichter Aufschlag, 0,1-0,3 %
  • 90-95 %: spürbarer Aufschlag, 0,2-0,5 %
  • Über 95 %: deutlicher Aufschlag, oft 0,4-0,8 %
  • Über 100 % (Kaufnebenkosten mitfinanziert): wenn überhaupt, nur mit massiver Bonität und 0,8-1,5 % Aufschlag

So senkst du den Beleihungsauslauf

  • Mehr Eigenkapital einsetzen
  • Niedrigeren Kaufpreis verhandeln (Verhandlungserfolge zählen sofort)
  • Bei Bestandsimmobilien: nachweisbar werthaltige Verbesserungen einrechnen lassen
  • Zweit-Immobilie als Sicherheit nutzen (selten, aber möglich)

Spar-Effekt durch Beleihungsauslauf-Senkung

Bei einem 300.000-€-Darlehen über 30 Jahre macht 0,3 % Zinsunterschied eine Ersparnis von etwa 15.000 €. Wer 20.000 € Eigenkapital nachlegen kann, um von 90 % auf 80 % Beleihungsauslauf zu kommen, holt sich diese Ersparnis dauerhaft ab.

Weiterführend: Bauzinsen 2026 · Tilgung verstehen

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