Grunderwerbsteuer in Deutschland, Bundesländer-Vergleich 2026

Fachlich geprüft von Serkan Parlak · zugelassener Immobiliardarlehensvermittler nach §34i GewO (Reg.-Nr. D-W-122-KZSM-71), IHK zu Essen.

Grunderwerbsteuer in Deutschland, Bundesländer-Vergleich 2026

Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten der Kaufnebenkosten. Je nach Bundesland reicht die Spanne von 3,5 bis 6,5 %, bei einem 500.000-€-Kauf macht das 15.000 € Unterschied.

Sätze nach Bundesländern (Stand 2026)

  • 3,5 %: Bayern
  • 5,0 %: Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen
  • 5,5 %: Bremen, Hamburg, Sachsen
  • 6,0 %: Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern
  • 6,5 %: Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein

Stand: Juli 2026, geprüft gegen die Angaben der Länder und notar.de. Jüngste Änderungen: Bremen 5,0 → 5,5 % zum 1. Juli 2025, Thüringen 6,5 → 5,0 % seit 1. Januar 2024.

Was die Höhe beeinflusst

Die Bundesländer setzen den Satz selbst fest. Politische Diskussionen über Senkungen für Erstkäufer und Familien laufen, bislang ohne konkrete Umsetzung. In manchen Bundesländern gibt es Freibeträge oder Sonderregeln, in den meisten gilt der einheitliche Satz.

Wer keine Grunderwerbsteuer zahlt

  • Erwerb von Verwandten in gerader Linie (Eltern an Kinder, Großeltern an Enkel)
  • Erbschaft
  • Schenkung im Familienkreis
  • Bagatell-Käufe unter 2.500 €

Spar-Strategie: Inventar separat

Mitverkauftes Inventar (Einbauküche, Sauna, Möbel) ist nicht grunderwerbsteuerpflichtig. Im Notarvertrag separat ausweisen mit realistischen Werten. Bei 30.000 € Inventar in NRW sparst du 1.950 € Steuern.

Weiterführend: Kaufnebenkosten-Rechner · Kaufnebenkosten NRW · Bauzinsen 2026

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