Fachlich geprüft von Serkan Parlak · zugelassener Immobiliardarlehensvermittler nach §34i GewO (Reg.-Nr. D-W-122-KZSM-71), IHK zu Essen.
Volltilgerdarlehen, wann es sinnvoll ist
Ein Volltilgerdarlehen ist nach Ende der Zinsbindung vollständig abbezahlt, keine Restschuld, keine Anschlussfinanzierung. Klingt sicher. Aber lohnt sich das wirklich?
Wie es funktioniert
Die Bank berechnet eine höhere Tilgung, sodass nach Ablauf der Zinsbindung (typisch 15-20 Jahre) das Darlehen voll getilgt ist. Bei 15 Jahren und 3,8 % Zins bedeutet das ca. 6,5 % Tilgung, entsprechend hohe Monatsrate.
Vorteile
- Volle Zins-Sicherheit, kein Zins-Risiko nach 15-20 Jahren
- Keine Anschlussfin nötig
- Manche Banken geben kleinen Zinsrabatt
Nachteile
- Hohe monatliche Rate, Liquidität geringer
- Keine Möglichkeit, von gefallenen Zinsen zu profitieren
- Sondertilgungs-Optionen oft schlechter
Wann sinnvoll
Wenn du sehr risikoavers bist, Planungs-Sicherheit über alles stellst und die hohe Rate aus dem Cashflow stemmen kannst. Für die meisten Käufer ist die Kombination aus 10 Jahren Zinsbindung + 2-3 % Tilgung + Sondertilgung flexibler und langfristig günstiger.
Weiter: Tilgung verstehen · Anschlussfinanzierung
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